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Jagd ist angewandter Naturschutz


...Jagd ist angewandter Naturschutz......

Die Jäger , die ich kennengelernt habe sind meist Hobbyisten.

Nichts unterscheidet einen wildernden Hund, der seinem Trieb folgt von einem Jagdhobbyisten, der seinen urzeitlichen Trieben freien Lauf lässt.
...Pardon, eines unterscheidet ihn wohl doch.... der Mensch ist um ein vielfaches hinterhältiger Confused.

Es gibt sicher Situationen, in welchen der Mensch mit einer für ihn sinnvollen Motivation, infolge seiner vorangegangenen Manipulationen der Natur regelnd einzugreifen versucht, im wahnwitzigen Versuch ein zerstörtes Gleichgewicht wieder herstellen zu wollen.

Das Ganze ist sicher ein heikles Thema...
"Die Natur ist nunmal so", "der Löwe frisst das Zebra"..... Der Mensch frisst die Kuh....

Wo aber ist hier der kleine, entscheidende Unterschied?
Jagende Tiere sind vollkommen in das Lebenssystem eingebunden. Sie folgen ihren Instinkten ohne sich selbst zu reflektieren.
Naturnahe Volksgruppen sind auf die Jagd angewiesen um überleben zu können. Sie reflektieren sich selbst. Sie nehmen sich dabei aber als ein Teil des großen Ganzen wahr - und zollen dem getöteten Wesen Respekt. Ein Inuit jagt keine Robbe, um sich den Schädel an einem Holzbrett in die Hütte zu hängen und den "unbrauchbaren Rest" achtlos wegzuwerfen.

Der "zivilisierte Mensch" geht auch auf die Jagd...,
er reflektiert sich selbst,
Als Hobby, aus Langeweile, als Trophäensammler, um den massiven Eingriff in die natürlichen Umstände, die er selbst verursacht hat, regulieren zu wollen....
"Jagd ist eben angewandter Naturschutz".....
Ja, hier kann der "zivilisierte Mensch" fast jede Schandtat an einem fühlenden Wesen, das nicht Mensch ist rechtfertigen.
Gestärkt von diesem Recht, kommt auch jedes Haustier gelegen, an welchem man gefühllos seinen Sinn für gerechte Ordnung demonstrieren kann.
Ohne Respekt vor dem Leben, ohne sich als Teil des Ganzen wahrzunehmen....
Armer zivilisierter Mensch...

Ohne es wirklich zu bemerken hat sich der "zivilisierte Mensch" immer mehr vom grossen Ganzen abgeschnürt.
Er reflektiert sich selbst.....
Er nimmt sich als die Krone der Schöpfung war. Als den Herrscher der Meere, der Lüfte und des Landes und des Universums....
... macht euch die Erde Untertan.....

Langsam erstickt der "zivilisierte Mensch" zunehmend an seiner Zivilisiertheit. Anmaßend und dekadent erhebt er sich über alles Leben, ohne zu erkennen, dass er sich am meisten von allen Wesen in diesem Leben vom grossen Ganzen entfernt hat...
Was für eine Misere

 
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