Wozu brauche ich Zen?
Wir Menschen haben die einzigartige Fähigkeit uns selbst wahrzunehmen.
Das kann dazu führen, dass wir uns in einem übersteigerten "Dualismus" völlig von der "Natürlichkeit"
abkapseln. Wir steigen eine Treppe, sind aber gar nicht wirklich dort. Wir diskutieren im
Geist parallel mit unserem Chef und sind noch an anderen Orten, nur nicht auf der Treppe,
ausserstande die Wirklichkeit wahrzunehmen. Unsere Kräfte sind zerfasert, wir sind konfus
und stresserfüllt.
Bis vielleicht eines Tages ein Schicksalsschlag unser Leben erschüttert und alles
zerbricht, was wir uns so schön konstruiert haben.
Andererseits bietet die Möglichkeit der Selbstwahrnehmung die einzigartige Chance bewusst
wahrzunehmen was wir wirklich sind. Diese Chance bietet sich in jedem Augenblick. Wir
sind nicht wirklich getrennt. Hell und Dunkel sind die Aspekte einer Einheit.
Wach auf! Wach auf!
Nutze jeden Augenblick!
Wenn sich diese Ahnung auftut, kann ich die Fährte aufnehmen. Oder ich lehne mich zurück,
ignoriere die immer nachdrücklicher werdenden Hinweise auf meine Herkunft.
Wie lange muss ich wohl warten, bis sich diese Chance wieder bietet??
Hier gelange ich zu der Entscheidung, im Augenblick meines Todes völlig verstrickt in mir
selbst und in meinen psychischen Aspekten, davongespült zu werden, vielleicht wie es die
Buddhisten sehen, zu einer diesen Aspekten entsprechenden erneuten Manifestation. Dann
wird das Spiel der Erfahrungen von neuem beginnen.... Das Rad des Lebens und des Sterbens
dreht sich weiter.
Oder aber ich nutze die Chance die sich aus dem Erkennen der Möglichkeit ergiebt. Zuerst
zaghaft zweifelnd, dann von immer stärkerem Glauben beseelt, bis zur absoluten Zuversicht
und vielleicht in das Erleben mündend, dass wir nie getrennt waren. Dann kann ich im
Augenblick meines Todes vielleicht in voller Wahrnehmung des nicht getrennt Seins zu Hause
verweilen.

Hierzu gibt es ein einzigartiges Werkzeug - Das Sitzen......



